Kennst Du schon die Jackfrucht? – Wir haben uns mal ein wenig mit ihr auseinandergesetzt und ein paar sehr interessante Dinge erfahren.

Die Jackfrucht ist ein echter Geheimtipp, speziell für Vegetarier und Veganer. Unreif lässt sich das Fruchtfleisch wie Hähnchenbrust verwenden. Das klingt seltsam, ist aber nicht die einzige bemerkenswerte Eigenschaft dieser Frucht. Was sie sonst noch alles kann, erfährst Du jetzt:

Der Ursprung der Jackfrucht ist der Süden Indiens. Mittlerweile ist sie aber in ganz Südostasien und Brasilien anzutreffen. Die Früchte können bis zu einem Meter lang und bis zu 15 Kg schwer werden und ist damit die größte an Bäumen wachsende Frucht. Die Schale ist ca 5 – 10 cm dick und ist mit Noppen überseht. Im unreifen Zustand ist die Schale grün, während sie sich mit zunehmender Reife gelb bis gelblich-braun färbt. Wenn die Frucht unreif ist, hat sie eine sehr ähnliche Konsistenz wie Hähnchenfleisch. Aus diesem Grund dient sie sehr gut als Fleischersatz.

Die Jackfrucht enthält weißliche Kerne, die essbar sind. Aus den Kernen kann Mehl hergestellt werden. Aber auch geröstet sind sie sehr schmackhaft. Die Jackfrucht wird besonders für den Export unreif geerntet. Wie Bananen, reift die Frucht nach der Ernte noch nach. Saison für die Jackfrucht variiert je nach Herkunftsland. Außer im Hochsommer (Juli und August) ist die Jackfrucht eigentlich immer zu bekommen.

Speziell sind auch die Nährwerte der Frucht:

In ihren Herkunftsländern dient sie auch als Ersatz für Reis, da sie einen sehr hohen Anteil an Stärke besitzt. Zudem hat sie einen sehr hohen Kalziumanteil, welcher gut für Knochen und Zähne ist. Die Kerne liefern viel B-Vitamine, Magnesium, Eisen und Schwefel.

Wenn Du diese Frucht nun gerne mal ausprobieren möchtest, hier ein paar Tipps:

  • Beim Kauf die Schale beachten. Sie sollte unversehrt sein. Reife Früchte erkennt man anhand ihres starken süßlichen Duftes. Zudem gibt die Schale bei leichten Fingerdruck nach
  • Die unreife Jackfrucht kann bis zu 10 Tagen auch außerhalb des Kühlschranks aufbewahrt werden. Sollte die Furcht reif oder angeschnitten sein, lagert man sie besser im Kühlschrank.

Zubereitungstipps:

  • Der Saft der Jackfrucht ist sehr lecker, aber auch sehr klebrig. Dabei hilft es, Hände und Messer mit etwas Pflanzenöl einzureiben.
  • Die Frucht ist sehr vielseitig. Je nach Reifegrad kann das Fruchtfleisch gewürfelt, geraspelt oder püriert werden.
  • Roh, gekocht, gegrillt, gebraten: All das sind Zubereitungsarten der reifen Frucht. Man kann auch sehr gut Kuchen, Sorbet, Püree, Smoothies, Säfte, Sirup etc. zubereiten.
  • Die unreife Frucht kann wie Gemüse zubereitet werden. Beispielsweise in Kokosmilch kochen, als Beilage oder auch als Füllung. Wie oben bereits erwähnt ist die Konsistenz der unreifen Frucht der von Hühnchenfleisch vergleichbar. So dient sie auch als Fleischersatz.
  • Kerne: wichtig bei der Zubereitung: gut Kochen und danach nochmal abspülen. So können sie gut als Beilage oder als Zugabe zu Suppen oder Salate verwendet werden. Auch als Snack im gebratenen oder gebackenen Zustand sind sie sehr köstlich und ähneln dabei Maronen. In Indien dienen die gebackenen Kerne auch der Mehlherstellung.

Probier es doch mal aus!