Die Heilkraft der Kräuter

Olivenöl bis Rosskastanie – Heute stellen wir Euch diese wunderbaren Pflanzen vor und zeigen Euch, wofür diese gut sind.

 

Olivenöl (olivum)

Die Nutzung des Olivenöls reicht bereits bis in die Zeit der Römer zurück, denn schon vor vielen Jahrhunderten setzte man Olivenöl bereits als Creme und Salbe zur Pflege der Haut ein. Das Olivenöl spendet exzellent Feuchtigkeit und macht die Haut wieder geschmeidig.

Einer der Hauptinhaltsstoffe von Olivenöl ist Vitamin E – dieses sorgt vor allem für eine elastische Haut und verlangsamt den Prozess der Faltenbildung. Zudem hat Olivenöl eine entspannende Wirkung. Das beugt trockene und angegriffene Haut vor und hält sie weich und frisch. In Kombination mit Zitronensaft eignet sich das Öl auch hervorragend zur Linderung von Sonnenbränden.

 

 

Orangenextrakt (Citrus × sinensis L.)

Orangenextrakt wird aus der Orangenfrucht gewonnen. Die Orange lässt sich in Europa nicht vor dem 15. Jahrhundert nachweisen – im Gegensatz zur ähnlichen Bitterorange, die schon im Mittelalter auf dem Landwege bis nach Europa gekommen ist. Das Orangenöl wird hauptsächlich zur Hautpflege verwendet, es strafft  schlaffes Bindegewebe und kann so gegen Cellulite helfen. Außerdem soll es gegen Schmerzen und Schwäche wirken. Durch die in der Orange enthaltenen Flavonoide wird das Vitamin C besonders gut vom Körper aufgenommen. Flavonoide sind wirkungsvolle Antioxidantien und schützen das Vitamin C vor Oxidation, wodurch seine Bioverfügbarkeit beträchtlich erhöht wird.

 

Pfefferminze (Mentha piperita)

Die Pfefferminze ist schon seit Jahrtausenden ein sehr geschätztes und bekanntes Heilkraut. Auch heute erfreut sich die Pflanze einer weiten Verbreitung und lässt sich an dem typisch frisch-würzigen Minzeduft und der damit verbundenen kühlende Wirkung erkennen. Die Pfefferminze ist fast überall anzufinden, auch in vielen heimischen Gärten wird sie inzwischen angepflanzt.

Von anderen Minzen unterscheidet sich die Pfefferminze insbesondere durch ihren verhältnismäßig hohen Mentholgehalt und den an Pfeffer erinnernden Geschmack (lat.: Piperita = gepfeffert). Dabei ist das Menthol einer der besonders wirksamen Bestandteile, welcher die Pfefferminze zur Heilpflanze qualifizierte.

Für Heilzwecke werden vor allem die  Blätter der Pflanze verwendet. Aus dem Zerreiben der Blattoberfläche entweicht bereits das vielseitig verwendbare ätherische Pfefferminzöl. Dieses hat unter anderem eine antimikrobielle sowie antivirale und geistig anregende Wirkung. Bei Muskelschmerzen kann aufgetragenes Pfefferminzöl ebenfalls Schmerzen lindern.

Ringelblume (Calendula officinalis)

Die Ringelblume ist eine einjährige Krautpflanze. Die Blütezeit dauert von Juni bis Oktober, ein Blütenkorb blüht meist vier bis fünf Tage lang. Die Ringelblume gehört zur Familie der Korbblütler. Sie ist ein vielseitiges Kraut, das leicht an sonnigen Standorten angebaut werden kann und das sich schnell verbreitet, es ist sozusagen des Gärtners schnell blühender Liebling. Die Ringelblume ist seit langer Zeit als gut wirksame Heilpflanze bekannt und wurde auch auf verschiedenste Arten genutzt.

Die Blüten der Ringelblume enthalten u. a. Zuckerverbindungen und ein ätherisches Öl sowie wasserlöslichen Zuckerketten. Sie sind unter anderem entzündungshemmend und wirken antiseptisch. Des Weiteren hat die Ringelblume eine Reihe von hautpflegenden Eigenschaften. Vor allem bei trockener und rissiger Haut wirkt die Ringelblume, als Salbe oder Creme verarbeitet, äußerst pflegend. Es werden der Pflanze  auch krampflösende Wirkungen zugesprochen.

Rosmarin(Rosmarinus officinalis)

Schon im antiken Griechenland wurde das Gewächs der Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Als Heilkraut spielt die aromatische Pflanze erst seit dem Mittelalter eine Rolle – sie diente als anregendes und stärkendes Mittel. Rosmarinöl enthält Substanzen, die die Durchblutung der Haut anregen sowie den Kreislauf ankurbeln und damit pflegend für die Haut wirken. Wer Zubereitungen des ätherischen Öls in die Haut einmassiert, kann verspannte Muskeln lockern. Das hilft vorübergehend bei Beschwerden wie Muskelkater und Rückenschmerzen. Die Heilkraft von Rosmarin lässt sich auf vielfache Weise genießen:  kulinarisch als Gewürz, anregend als Tee, harmonisierend als Aromatherapie oder auch kosmetisch in Form von Seifen, Bädern, Cremes, Zahnpasta sowie Mund- und Haarwasser.

 

Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)

Die Rosskastanie ist ein großer Baum, der in Parks und an Straßen wächst und dort angesichts seiner Größe eine dominierende Rolle einnimmt. Im Frühjahr präsentiert sich die Rosskastanie mit prächtigen Blüten, im Herbst mit ausladenden Fruchtkörpern. Die Rosskastanie kann eine Höhe von bis zu 30 Metern erreichen. Die Baumart stammt aus Südosteuropa und dem Kaukasus, angepflanzt kommt sie fast in ganz Europa vor. Die wirksamen Inhaltsstoffe befinden sich in den Rosskastaniensamen und haben entzündungshemmende Wirkungen. Aus diesem Grund kommen Extrakte aus Rosskastanien in vielen Produkten vor. Die Rosskastanie enthält natürliche Seifenstoffe, sogenannte Saponine. Besonders zu empfehlen ist die Rosskastanie als Einreibemittel bei rheumatischen Schmerzen, bei Krampfadern und bei müden, schweren Beinen. Es erweitert die Gefäße und ist daher durchblutungsfördernd.