Heilkraft der Kräuter

 

Heute kommen wir zum Ende unserer Kräuterreihe. Die letzten Nutzpflanzen, die wir in unseren Produkten verwenden, zeigen wir euch jetzt:

 

 Salbei (Salvia officinalis)

Salbei ist eine Heilpflanze mit starker antibakterieller, pilzfeindlicher, zusammenziehender und schweißhemmender Wirkung. Salbei ist so vielseitig einsetzbar, dass es schon seit jeher als wertvolles medizinisches Heilkraut bei vielerlei Beschwerden eingesetzt wird. Der Salbei galt schon bei den alten Ägyptern als Heilpflanze. Sie wandten ihn gegen viele Krankheiten an, unter anderem gegen Unfruchtbarkeit und gegen Potenzprobleme – und sogar gegen das Altern. Arzneilich wirksam sind die Salbeiblätter. Sie bestehen zu ein bis 2,5 Prozent aus ätherischem Öl, das sich hauptsächlich aus den Substanzen Thujon und Kampfer zusammensetzt. Daneben kommen zu zwei bis sechs Prozent Lamiaceengerbstoffe vor, zum Beispiel Rosmarinsäure, sowie Flavonoide und das Triterpen Ursolsäure.
 Die in den Blättern enthaltenen Lamiaceengerbstoffe ziehen gewissermaßen die Schleimhaut in Mund und Rachen zusammen. Dadurch wird diese zum einen undurchlässiger für Viren und Bakterien, zum Anderen beruhigt sich die gereizte Schleimhautoberfläche. Drittens verschließen sich kleine Wunden im Zahnfleisch besser.

 

Shea Butter (Vitellaria paradoxa)

 Der in den Savannen Westafrikas beheimatete Shea-Nuss-Baum trägt Früchte, aus deren Kernen durch Auspressen Shea-Butter gewonnen wird. Native Shea Butter weist hohe Anteile an kosmetisch wertvollen Inhaltsstoffen auf, darunter Phytosterole, Wachsester, Tocopherole, antioxidativ wirkende Catechine und Gallussäure sowie hautfreundliche Fettsäuren.

Shea Butter wird in Afrika traditionell zur Hautpflege und bei Rheuma, Muskel- und Gelenkschmerzen genutzt. Auch zur Vermeidung und Rückbildung von Schwangerschaftsstreifen, zur Baby-Pflege sowie für die Tierpflege wird dieses wertvolle Naturprodukt eingesetzt. Durch das breite Spektrum an Inhaltsstoffen reguliert Shea Butter den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und wirkt rückfettend, beruhigend und glättend. Des Weiteren ist die Shea Butter besonders geeignet für die Behandlung trockener, neurodermitischer und barrieregestörter Haut. Sie gilt als ausgesprochen verträglich, entspannt gereizte und beanspruchte Haut und kann auch pur oder in Kombination mit Ölen als Balsam verwendet werden.

 

Teufelskralle  (Harpagophytum procumbens)

Die Teufelskralle wächst vermehrt in trockenen Gebieten, in Savannen- und Grasvegetationen, auf roten sandigen Böden oder in Schwemmlandgebieten. Eigentlich lässt diese Bezeichnung für die Heilpflanze nichts Gutes erahnen. Aber: Die Teufelskralle ist für viele Menschen mit Gelenkschmerzen ein Segen. Die Teufelskralle weist unterschiedliche Wirkungen auf; besonders ausgeprägt sind dabei ihre entzündungshemmenden, abschwellenden und leicht schmerzstillenden Fähigkeiten. Diese Eigenschaften machen sie ideal für die Anwendung bei zahlreichen Leiden.

In der Volksmedizin verwendet man die Wurzel der Teufelskralle in Form von Salbe bei äußerlichen Wunden, Geschwüren und Furunkeln. Von den Einheimischen Südafrikas und Namibias wird die Teufelskrallenwurzel schon lange als vielfältiges Heilmittel zur Behandlung von diversen Erkrankungen genutzt.

 

Thymian (Thymus vulgaris)

Thymian stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeergebiet, im 11. Jahrhundert verbreitete es sich dann allmählich in Mitteleuropa. Heute wird der Anbau von Thymian in Mittel-, Südeuropa, in den Balkanländern, in Ostafrika und Marokko betrieben, vorwiegend aber in den Ländern rund um das Mittelmeer wie Frankreich, Italien und Spanien. Doch warum erfreut sich Thymian bis heute einer so großen Begeisterung?

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen oder Heiserkeit – mit Thymian-Tee, Thymian-Inhalationen und Gurgellösungen aus Thymian rückt man Erkrankungen wie diesen zu Leibe.

Die Heilkraft des Thymians beruht vor allem auf den Eigenschaften seiner ätherischen Öle: Sie wirken antibakteriell, antibiotisch, entzündungshemmend, schleimlösend und krampflösend. Bei äußerlicher Anwendung wirken die ätherischen Öle pflegend.

 

Weizenkeimöl (Triticum sativum)

Kein anderes Öl enthält so viel Vitamin E wie Weizenkeimöl – und genau das macht es zu einer wahren Gesundheits- und Schönheitsquelle. Dank der pflegenden Eigenschaften zählt das Weizenkeimöl noch immer zu den Geheimtipps in der Kosmetik.

Weizenkeimöl wird aus den Keimlingen der Weizenkörner gewonnen – überwiegend durch eine Kaltpressung. Dabei hat das hochwertige Öl zahlreiche Wirkungsweisen: Es eignet sich hervorragend zur äußerlichen Pflege, schützt dank des hohen Vitamin-E-Gehalts vor freien Radikalen, wirkt antioxidativ und eignet sich perfekt für reife und sehr trockene Haut. Die Wirkstoffe kann das Weizenkeimöl dabei am besten in Verbindung mit anderen Extrakten entfalten.

Darüber hinaus verbessert das Weizenkeimöl die Zellneubildung, regt die Durchblutung an, festigt das Bindegewebe und glättet die Haut. Außerdem kann es Schwangerschaftsstreifen und Cellulite vorbeugen und sogar bestehende Narben minimieren.

 

Zitronengras  (Cymbopogon citratus)

Das Zitronengras ist eine immergrüne, ausdauernd robuste und krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu zwei Meter erreicht. Die Laubblätter der Pflanze sind verantwortlich für den aromatischen Duft. Das Zitronengras kann auf eine jahrtausendalte Geschichte in Asien der Kultivierung und Nutzung zurückblicken. Am bekanntesten ist seine Nutzung in der Küche. Als Gewürz, getrocknet oder frisch, wird es häufig genutzt. Doch wenn man sich die Inhaltsstoffe dieser Pflanze ansieht, ist man nicht verwundert, wenn man erfährt, dass das Zitronengras als Öl und getrocknet auch in Cremes, Kosmetika und anderen Hautpflegeprodukten genutzt wird. Hauptsächlich wird das Zitronengras  wegen seiner zart zitronigen und rosigen Duftnote, welche den Produkten ein an rundes Aroma verleiht, angewendet. Das Zitronengras hat  nach neuesten Forschungen auch diverse andere helfende und heilende Wirkungen. Sein Duft vertreibt Insekten, die Inhaltsstoffen wirken auf das zentrale Nervensystem beruhigend. Auch eine antimikrobelle Wirkung wird der Pflanze nachgesagt.