Die Heilkraft der Kräuter

Ackerminze bis Blauer Eukalyptus – Was diese Pflanzen alles können und sie unbedingt über sie wissen sollten:
Schon seit dem Altertum machten sich die Menschen die heilende Kraft aus der Natur zu Nutze. Heutzutage sind wir dank mordernster Medizin nicht mehr auf natürliche Heilkräuter angewiesen. Dennoch sollte die Nützlichkeit der Pflanzen nicht außer Acht gelassen werden. Wir erzählen euch in den kommenden Wochen alles über die von uns verwendeten Pflanzen und Kräuter und ihre Fähigkeiten. Diese Woche:

Ackerminze
Bei der Ackerminze handelt sich um sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanzen mit Wuchshöhen von meist 5 bis 30 Zentimetern. Die Ackerminze ist vor allem in den gemäßigten Gebieten der Nordhalbkugel auffindbar. Sie gehört zu den vielen verschiedenen Minzearten, die in Europa vorhanden sind. Die Ackerminze wird vorwiegend in Japan und Brasilien kultiviert und dient der Mentholgewinnung.
Die Ackerminze hat eine Vielzahl an enthaltenen Wirkstoffen, besonders hervorzuheben sind hier die enthaltenen ätherischen Öle. Diese sind auch für den typischen und bekannten Minz-Duft verantwortlich. In seiner Wirkung ist das Öl entspannend und leicht antiseptisch. Des Weiteren sind die Inhaltsstoffe der Acker-Minze entzündungshemmend und krampflösend. Es wird ihr vor allem in Asien nachgesagt, dass sie eine lindernde Wirkung bei Menstruationsbeschwerden hat. Ebenso wie andere Minzen kann man die Ackerminze auch gegen Verdauungsbeschwerden und Erkältungen einsetzen.

Alginsäure
Alginsäure wird von Braunalgen und von einigen Bakterien gebildet. Die Salze der Alginsäure werden allgemein als Alginate bezeichnet. Die Gelzellen verleihen der Alge sowohl Flexibilität als auch Festigkeit. Algin wird in verschiedenen Bereichen verwendet, unter anderem in der chirurgischen und zahntechnischen Medizin sowie in der Lebensmitteltechnik und ist deshalb als ungefährlich anzusehen.

Aloe Vera
Die Aloe Vera Pflanze, auch Wüstenlilie oder Curacao-Aloe genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Aloen und gehört zu der Familie der Affodillgewächse. In der pharmazeutischen und kosmetischen Anwendung ist die Echte Aloe fast ausschließlich unter ihrem wissenschaftlichen Namen Aloe Vera oder Aloe Vera Bardadensis bekannt.
Die Ursprüngliche Heimat der Aloe Vera ist Mexiko, Brasilien, Kuba, Afrika und die Kanaren – allgemein kann man sagen, dass die Pflanze aus extrem heißen Klimazonen kommt, deren Sommermonate sehr regenarm sind. Aufgrund dieser erschwerten Lebensbedingungen ist die Aloe Vera Pflanze auf die Bildung eigener Nährstoffe und auf das Befüllen der Feuchtigkeitsspeicher in ihren Blättern angewiesen. Die gut geschützten Wirkstoffe der Pflanze liegen im Blattinneren, eingebettet in einem Gel, das zum großen Teil aus Wasser besteht.
Das Blattmark der Aloe Vera enthält um die 200 Wirkstoffe, darunter zahlreiche Vitamine, Enzyme und Mineralstoffe, Aminosäuren, ätherische Öle sowie die schmerzstillende Salizylsäure. Das zähflüssige, schleimige Gel aus dem Frischblatt wir sehr schnell von der menschlichen Haut aufgenommen. Es ist in der Lage Sonnenbrände und Insektenstiche zu kühlen und heilt dank der antibakteriellen Wirkung gezielt Wunden. Das Geld der Aloe Vera soll zudem bei Strahlenschäden durch Radiotherapie bei der Zellerneuerung helfen.

Arnika
Arnika ist seit Jahrhunderten als natürliches Schmerzmittel bekannt. Auf den ersten Blick sieht die Arnika wie ein Gänseblümchen aus, jedoch handelt e s sich bei dem Gewächs um eine der wohl nützlichsten Heilpflanzen aus den Bergregionen der ganzen Welt.
Die Wirkstoffe der Arnika sind entzündungshemmend, desinfizierend und wundheilend. Arnikablüten enthalten ätherisches Öl, Flavonoide und Sesquiterpenlactone, die entzündungshemmend und antiseptisch wirken. Darüber hinaus wurden in Arnikablüten u. a. noch Thymol (in Form von Estern und Ethern) und Hydroxycumarine gefunden. Helenalin wirkt antibakteriell und antiarthritisch. Diese können außerdem eine Entzündungsreaktion verringern. Zudem können die in Arnika enthaltenen Flavonoide und Triterpendiole – bei äußerer Anwendung – ebenfalls pflegend und helfend wirken.

Asiatischer Wassernabel
Der asiatische Wassernabel gehört zur Familie der Doldenblütler und ist eine ausdauernde Pflanze. In Indien ist die Pflanze schon lange für ihre wundheilenden Eigenschaften bekannt. Die Wirksamkeit der Pflanze wurde bereits in diversen Studien demonstriert: So trägt die Pflanze zur Wundheilung bei, zur Verbesserung und Stärkung des Bindegewebes und lässt sich darüber hinaus bei Verbrennungen, Geschwüren und Narben anwenden. Die asiatische Pflanze findet auch bei venösen Erkrankungen Anwendung, insbesondere bei Behandlungen von Cellulitis, anderen Hautauffälligkeiten sowie bei leichten Hautverbrennungen.

Birke
Die Birke, ein sommergrüner Baum, gehört zu den schnell- und hochwachsenden Gehölzen. Besonders bekannt ist die Birke durch eine häufig schwarz-weiß gemusterte Borke. Verbreitet in Mittel- und Nordeuropa, hat die Borke eine Vielfalt an Anwendungszwecken. Neben Ihrer Nutzung als Zierpflanze oder als Produzent von Holz ist die Birke nachweislich seit über 50.000 Jahren zur Gewinnung von Pech genutzt worden. Aber auch in der Medizin und in der Heilkunde findet sie Anwendung. Die Blätter enthalten Mengen an ätherischen Ölen, die hier durch die Pressung von Blättern gewonnen werden, sowie Vitamin C und diverse Gerbstoffe. In Mitteleuropa wird sie seit über 1.000 Jahren als Heilpflanze genutzt. Der gewonnene Birkensaft findet aufgrund seiner harntreibenden Wirkung bei Rheuma, Gicht und Wassersucht seinen Zuspruch. Auch die Behandlung von Ausschlägen und Schuppen ist als erfolgreich nachgewiesen. Des Weiteren soll sie gegen Haarausfall helfen.

Blauer Eukalyptus
Der Blaue Eukalyptus wird auch Tasmanischer Blaugummibaum oder Fieberbaum genannt und gehört zu den am meisten angebauten und bekanntesten Bäumen der Welt. Der Eukalyptusbaum ist vor allem in Australien und Tasmanien beheimatet. Als Zierbaum und als Holzlieferant ist er mittlerweile in allen subtropischen Klimazonen anzutreffen, wo er oft in großen Plantagen kommerziell angebaut wird.
Der Blaue Eukalyptus blüht im Frühjahr und im Winter. Die runden Blüten bilden eigenständige, aufrechte Trauben. Diese messen 5 Zentimeter im Durchmesser und haben sehr lange weiße bis rötliche Staubgefäße. Eukalyptusbäume gedeihen am besten an einem sonnigen Standort.
Eukalyptus enthält ätherisches Öl, Gerbstoffe und Triterpene. Das durch Destillation gewonnene ätherische Öl enthält mindestens 80% Cineol. Dieses wirkt schleimlösend und mildert Verkrampfungen der Bronchien. Zusätzlich wirkt Eukalyptus entzündungshemmend und steigert lokal die Durchblutung. Besonders in Form von Naturkosmetik, welche auf die Haut aufgetragen wird, kann Eukalyptus seine Wirkung entfalten.