Die Heilkraft der Kräuter

 

Campher bis Gemeiner Wacholder – Heute erfahrt ihr, was es mit diesen Pflanzen so auf sich hat

 

Heute geht es weiter mit unserer kleinen Kräuterfibel. Thema unseres Eintrags vor zwei  Wochen waren die Pflanzen und Kräuter  Ackerminze bis Blauer Eukalyptus. Heute führen wir unsere Kräuter-Reihe fort und stellen Euch Campher bis gemeiner Wacholder vor.

 

Campher

Der medizinische Wirkstoff des Kampferbaums ist der Campher. Der Wirkstoff wird durch Wasserdampfdestillation aus dem Holz des Kampferbaums gewonnen und kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden. Bei äußerer Anwendung hat Campher nachweisliche Wirkungen bei Muskelrheumatismus, Herzbeschwerden und bei Entzündungen der Atemwege. Campher wirkt außerdem kühlend, durchblutungsfördernd, antiseptisch und schmerzlindernd. Wird der Wirkstoff bei rheumatischen Beschwerden  auf die schmerzenden Glieder aufgetragen, entfaltet der Wirkstoff an diesen Stellen seine schmerz- und juckreizstillende sowie betäubende Wirkung. Campher hemmt sozusagen die Rezeptoren der Haut, was Linderung bringt.

 

Ceylon Zimt

Ceylon Zimt wir aus dem Echten Zimtbaum gewonnen. Jener ist ein immergrüner Baum, welcher eine Größe von bis zu 10 Metern erreichen kann. Ursprünglich heimisch ist der Echte Zimtbaum in Sri Lanka, was früher den Namen Ceylon trug. Daher auch der Name Ceylon Zimt. Mittlerweile wird diese Art auch in vielen anderen tropischen Ländern, vor allem in Asien, landwirtschaftlich angebaut. Besonders bekannt ist der Ceylon Zimt als Gewürz, welches aus der Zimtrinde des Baumes gewonnen wird. Seinen aromatischen Geruch verdankt er hier dem Zimtöl. Aber auch die Nutzung als Heilpflanze ist gut dokumentiert. Vor allem das ätherische Zimtöl wird hier genutzt. Hauptsächlich wird der Zimt als Heilpflanze wegen seiner appetitanregenden und verdauungsfördernden Wirkung genutzt, aber auch bei der Linderung von leichten krampfartigen Schmerzen.

 

Efeu

Der Gemeine Efeu ist eine immergrüne, ausdauernde Pflanze. Efeu ist ein Kletterstrauch, der mit seinen Haftwurzeln Höhen bis zu 20 m erklimmen kann. Vor allem in West-, Mittel- und Südeuropa ist er heimisch. In zu hoher Dosierung kann der IvyEfeu giftig wirken, weswegen er heutzutage weniger als Heilpflanze eingesetzt wird. In der Volksheilkunde wird ein Efeu-Umschlag bei Nervenschmerzen empfohlen. Schon seit der Antike wurde Efeu vor allem als Schmerzmittel eingesetzt. E s wurden Blätter, Früchte und Wurzeln des Efeus innerlich und äußerlich gegen Ohren-, Kopf- und Zahnschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Fieber und Brandwunden verwendet.
Efeu wurde 2010 als Arzneipflanze des Jahres ausgezeichnet.

 

 

Eisenkraut

Das Eisenkraut, auch bekannt unter der Bezeichnung Verbena officinalis,  ist seit der Antike als Heilpflanze bekannt, dementsprechend ranken sich zahlreiche Mythen rund um das Eisenkraut. Schon im Mittelalter galt das Eisenkraut als Allheilmittel und wurde so bei nahezu jeder Behandlung genutzt. Das Eisenkraut gilt als adstringierend, antibakteriell, blutverdünnend, blutreinigend, entzündungshemmend, harntreibend, krampflösend, milchbildend, schmerzstillend, schweißtreibend, stoffwechselanregend und tonisierend.

Eisenkraut enthält nur einen geringen Anteil an ätherischen Ölen und duftet aus diesem Grund nicht. Eisenkraut enthält u.a. Bitter-, Schleim- und Gerbstoffe sowie Kieselsäure. Die Kombination dieser Inhaltsstoffe wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Auch bei Hauterkrankungen, Hautausschlägen und einem Sonnenbrand verspricht dieses Heilkraut Linderung.

 

 

Gemeine Schafgarbe         

Die Gemeine SchYarrow herb on a white backgroundafgabe ist  neben  Europa und den Alpen vor allem in den subtropischen und gemäßigten Zonen Eurasiens heimisch. Das Kraut kann eine Wuchshöhe von bis zu 90cm erreichen. Ihren unverwechselbaren Duft entfaltet die Schafsgarbe besonders im Frühling, besonders ist hierbei, dass alle Teile der Pflanze duften. Die Schafsgarbe wird vielfältig genutzt. Vor allem bei Verdauungsstörungen und Koliken wirkt diese. Für die innere Anwendung werden hier Toniken hergestellt und dann eingenommen. Die enthaltenden ätherischen Öle der Schafgarbe sowie die enthaltenen Gerbstoffe und Flavonoide helfen auch bei äußerer Anwendung. Auch in Dampfbädern und in Saunen wird die Schafsgarbe als Aufguss und die Blüten zur Pflege der Haut genutzt.

 

Gemeiner Wacholder

Der Gemeine Wacholder ist vor allem in Mitteleuropa weit verbreitet. Der Baum des Jahres 2002 wächst als Strauch oder als kleiner Baum, bis zu einer maximalen Größe von fast 19 Metern. Der Gemeine Wacholder hat eine große Bandbreite an Nutzungen und Anwendungen. Neben den klassischen Nutzungen wie der Holzgewinnung wird er auch in der Küche als Gewürz genutzt oder als Grundlage von Likören und Schnäpsen. Schon seit dem Altertum wird der Wacholder auch als Heilpflanze genutzt. Besonders die vorkommenden ätherischen Öle sind vielfältig nutzbar.  Diese haben bei einer inneren Anwendung harntreibende Eigenschaften, bei der äußeren Anwendung  wirkt das Öl pflegend und feuchtigkeitsspendend.