Parabene

Parabene werden als Konservierungsmittel in kosmetischen Mitteln wie Cremes und Lotionen eingesetzt. Damit soll verhindern werden, dass kosmetische Mittel, insbesondere durch Pathogene, verkeimt werden, da Parabene eine antimikrobielle und fungizide Wirkung besitzen.[1] Das Problem bei Parabenen ist jedoch, dass wissenschaftlich noch nicht endgültig festgestellt[2] ist, ob diese Nebenwirkungen auslösen können.

In den Medien wurden Parabene vor allem dadurch bekannt, dass eine Gruppe britischer Wissenschaftler eine Verbindung von Parabenen in Deodorantien und Brustkrebsrisiko hergestellt haben.[3] Diese Aussage wurde jedoch wissenschaftlich widerlegt.

Eine noch nicht geklärte mögliche Gefahr ist die östrogene Potenz, die unter Umständen bei männlichen Föten und Kindern zu Feminisierung führen könnten.[4] Zwar ist die Hautdurchdringung bei Parabenen sehr[5] gering, aber auch hier ist die Kombination mit der Verringerung der Hautbarriere durch Einsatz von PEGs noch nicht ausführlich wissenschaftlich untersucht.

Parabene sind der Struktur des weiblichen Sexualhormons Östrogen sehr ähnlich.[6] Da sie über die Haut aufgenommen werden, ist zu befürchten, dass sie den Hormonhaushalt von Menschen verändern können. Versuche an Ratten zeigen, dass diese Befürchtung nicht unbegründet ist. Bei männlichen Ratten senken die Parabene den Testosteronspiegel und führen zu einer Verringerung der gesunden Spermien während bei den Weibchen ein Anwachsen des Uterus festgestellt wurde.

Abschließend lässt sich sagen, dass Parabene an sich nicht gesundheitsschädlich sind. Die Langzeitwirkung von Parabenen in Kosmetika ist noch nicht ausreichend erforscht. Jeder, der prinzipiell ein Risiko vermeiden möchte, sollte darauf verzichten und kann es auch, da mittlerweile viele Hersteller keine Parabene mehr in ihren Produkten verwenden. Das Problem bei der Nutzung ist einerseits die Gefahr mit Mischwirkungen von anderen Inhaltsstoffen wie PEGs, die die Hautdurchlässigkeit erhöhen, andererseits die Gefahr von sogenannten „Cocktaileffekten“- [7] Also die Setzung von Grenzwerten bei einzelnen Produkten bei Ausblendung von Synergieeffekten. Neben Duschgel benutzt der Konsument eben auch Rasierschaum, Körpercreme und anderen Produkten.

 

 

 

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Parabene

[2] http://www.bfr.bund.de/cm/343/verwendung_von_parabenen_in_kosmetischen_mitteln.pdf

[3]http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/arbeitsplatz_umwelt/chemische_umweltfaktoren/parabenhaltige_deodorants_brustkrebs.htm

[4] http://ec.europa.eu/health/scientific_committees/consumer_safety/docs/sccs_o_069.pdf am 18.02.16 Seite 15: 3.3.2.2 „Role of glucuronidation and sulfation of parabens”

[5] http://ec.europa.eu/health/scientific_committees/consumer_safety/docs/sccs_o_069.pdf am 18.02.16 Seite 16: 3.3.3 „Dermal absorption and exposure of parabens”

[6] http://www.medizinauskunft.de/artikel/wohlfuehlen/schoensein/11_03_parabene.php

[7] http://www.br.de/radio/bayern1/inhalt/experten-tipps/umweltkommissar/parabene-kosmetik-konservierungsstoffe-umweltkommissar-100.html