Was sind PEGS?

Einen Blick auf die Zutatenliste eines normalen Shampoos oder einer normalen Flüssigseife offenbaren dem durchschnittlichen Verbraucher häufig weniger als erhofft. Vor allem die unbekannten Abkürzungen können ohne Erklärung oder Recherche wenig erleuchten.

Die sogenannten INCI-Listen[1], die gesetzlich vorgeschriebenen, auf English formulierten Zutatenlisten, erlauben einen Rückschluss auf die Inhaltsstoffe. Polyethylenglykole[2], so lautet die ausgeschriebene Form der PEGs, lassen sich hier so finden; Meist werden die Großbuchstaben PEG sowie eine Zahl im Namen aufgeführt, also Beispielsweise PEG-10. Auch gehören häufig Substanzen mit der Endung „-eth“ zu den PolyETHylenglykole. Das wohl bekannteste PEG ist das häufig in vielen herkömmlichen Kosmetikprodukten vorkommende Tensid Sodium Laureth Sulfate. Durch die extrem einfache und billige Herstellung und seiner vielfältigen Anwendungsgebieten werden PEGs in sehr vielen unterschiedlichen Gebieten eingesetzt.

PEGs, unter denen die Polyethylenglykole bekannt sind, werden grundsätzlich aus Erdölderivaten wie das Ethylenoxid hergestellt. PEGS sind wasserlösliche Molekülverbindungen, welches effektiv Fette und Flüssigkeiten verbinden können. Damit die Polyethylenglykole bei Kosmetika genutzt werden können, müssen die PEGs mit der Ethoxylierung an die Inhaltsstoffe der Kosmetika, wie z.B. Fettalkohole oder den vorhandenen Ölen, chemisch angelagert werden. Dadurch werden diese wasserlöslich. Als Inhaltsstoff in Kosmetikprodukten dienen diese dann vor allem als Emulgatoren, Feuchthaltemittel und Stabilisator für die Konsistenz der Produkte. Wie Ökotest 2010 bei einem Test für Flüssigseifen bemerkt hat[3], reduzieren PEGS die Barrierefunktion der Haut, was sie durchlässiger für alle Stoffe macht; leider auch für Schadstoffe und Umweltgifte. Auch diverse Medien berichteten darüber.[4]

 

Auch wenn PEGs als nicht gesundheitsschädlich beurteilt werden, wie auch das Bundesamt für Risikobewertung berichtet[5], so sind unvorhergesehenen Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen. Vor allem können verschiedene Konservierungsstoffe in Kombination mit der erhöhten Hautdurchlässigkeit zu allergischen Reaktionen führen.

Fazit:

Abschließend lässt sich sagen, dass PEGs grundsätzlich nicht in irgendeiner Form schädlich sind; zu bedenken sind aber die möglichen sekundäre Effekte der erhöhten Durchlässigkeit der Haut.

Quellen:
[1]http://www.bvl.bund.de/DE/03_Verbraucherprodukte/02_Verbraucher/03_Kosmetik/02_KennzeichnungKosmetik/bgs_kosmetik_kennzeichnung_node.html am 16.02.2016

[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Polyethylenglycol am 11.02.2016

[3] http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=96499

[4] http://www.focus.de/gesundheit/videos/parabene-und-peg-in-kosmetik-allergie-unfruchtbarkeit-krebs-so-gefaehrlich-sind-zusatzstoffe-in-cremes_id_4666736.html) am 09.02.2016

[5] http://www.bfr.bund.de/cm/343/verwendung_von_parabenen_in_kosmetischen_mitteln.pdf am 03.02.2016